Yoga & HypnoBirthing mit Ria

 

Die Geburten meiner Kinder


Juli 2010

Da wir uns unsicher bezüglich einer Hausgeburt waren, haben wir uns für eine ambulante Entbindung in einer Klinik entschlossen. Ich war überzeugt eine natürliche Geburt zu haben, ohne Wehen fördernde Mittel und Schmerzmedikation. Meine Angst vor dem Dammschnitt war groß. Und ich hatte die üblichen Bilder von lauten schmerzhaften Geburten im Kopf.

Als die Wehen los gingen, war ich aufgeregt und dachte ich müsste immer irgend etwas tun, um die Geburt zu unterstützen. Ich habe früh viel Kraft verloren, weil ich nicht zur Ruhe gekommen bin. Im Krankenhaus wurden wir viel alleine gelassen, das CTG nahm mir meine Bewegungsfreiheit und die vielen vaginalen Untersuchungen waren sehr schmerzhaft. 23 Stunden nach dem Blasensprung sind plötzlich alle ganz hektisch geworden: "Wir müssen das Kind jetzt sofort kriegen!"

Ich durfte meine Position nicht verändern, der Wehentropf wurde angehängt, der Dammschnitt folgte. Eine Ärztin schob von oben: "Wenn Sie das Kind jetzt nicht bekommen holen wir die Zange!" So wurde unser Sohn in die Welt gepresst.

Ich war enttäuscht und erschöpft. Nach der Geburt habe ich lange gebraucht um mich zu erholen.


August 2011

Während der zweiten Schwangerschaft bin ich dann auf HypnoBirthing aufmerksam geworden, habe mit Begeisterung das Buch gelesen und mich mit Hypnose beschäftigt.

Eine weitere Klinikgeburt kam für mich nicht in Frage. Ich wollte nicht wieder so ausgeliefert sein. Der HypnoBirthing Kurs hat mir das Vertrauen in meinen Körper wieder gegeben und ich habe mich sehr auf die Geburt gefreut!

Als ich mich abends ins Bett gelegt hatte, wusste ich, dass das Kind in dieser Nacht kommt. Mit Hilfe der Regenbogenentspannung war ich vollkommen entspannt. Ich schlief zwischen den Wehen und konnte mit der Wellenatmung gut mit meinem Körper arbeiten.

Nach zwei Stunden weckte ich meinen Mann, der alles vorbereitete und unsere Hebamme Andrea informierte. Weitere 2 Stunden später war das Baby geboren. Ich war die ganze Zeit über völlig in mich versunken und konnte wunderbar mit dem Baby zusammen arbeiten. Die Wehenarbeit war anstrengend, aber nicht schmerzhaft. Ich wurde von meiner eigenen Kraft und der wunderbaren Unterstützung von Andrea durch die Geburt getragen. Unsere Tochter kam so ruhig in diese Welt, wie ich es selbst kaum für möglich gehalten hatte. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung!


Januar 2014

Da HypnoBirthing für mich so überzeugend funktioniert hat, habe ich in meiner dritten Schwangerschaft beschlossen, selbst Kursleiterin zu werden. So kann ich meine positiven Erfahrungen an andere Frauen weiter geben und dazu beitragen, dass sich diese Methode weiter verbreitet.

Die dritte Geburt war wieder ganz anders als die ersten beiden. Das Baby hat ein paar Tage auf sich warten lassen. Ich war unruhig und wollte, dass es endlich los geht.

Abends war ich dann wieder sicher, dass unser Baby in der Nacht kommt. Wir bereiteten zu Hause alles vor und ließen bald das Wasser in den Geburtspool. Dieses mal wollte ich unbedingt eine Wassergeburt!

Aber unsere Tochter ließ sich Zeit. Ich war verwundert, dass es so lange dauerte, aber jederzeit sicher, dass alles gut ist. Ich war ganz bei mir und meinem Baby und die Ruhe der Nacht hat uns begleitet. In den Morgenstunden stieg ich erneut ins Wasser. Es hat mich wunderbar getragen und umhüllt. Unsere zweiter Tochter wurde geboren!

Was für ein schönes Erlebnis im Wasser! Trotz der langen Geburt war ich stets ruhig, gelassen und voller Vertrauen. Es ist ein Geschenk seine eigene Kraft so erleben zu dürfen!

Unsere Hebamme Andrea hat uns wieder liebevoll begleitet und ich danke ihr von ganzem Herzen!